Startseite
Nur Filme
Nur Tonaufnahmen
Kinderkarneval
Die Jugendarbeit
KJG Elten
KJG Bezirk/Diözese
Die Musik
THE WILDYARD GROUP Neu
Kirmes 1954
Meine Familie
Pfarrgemeinde
Die "Historie"
Kontakt/Impressum/Haftungsausschluß
Vereine/Archiv
Bilderschau
Bildergalerie
Bildergalerie II
 


Filmausschnitte von unserem Treffen im Mai 2006. Nach 37 Jahren sahen wir uns wieder. Und es wurde auch ein wenig musiziert.


Ausschnitte MPEG 1 neu neu.mpg

----------------------------------------------------------------------------

Hier werden in Kürze Original-Aufnahmen von einem Tanzabend -27. Oktober 1968- eingestellt. Und zwar war der Abend im Hotel Wanders in Elten.


eröffnungsmelodie movie maker.wma


Mit dieser Melodie begann jeder Tanzabend. Und es gab viele solcher Veranstaltungen. Wir spielten in Marl, auf dem Baldeneysee, auf der Jugendburg Gemen/Borken, in Wesel, in Haldern, in Rees, in Emmerich in allen Jugendheimen, im bekannten "Musiktempel" Sluyter, in Elten im Jugendheim und im Kolpinghaus.

Die Aufnahmen wurden mit einem normalen Tonbandgerät gemacht. Die Qualität ist für so eine simple Technik noch heute hervorragend. Willi Wanders - Sohn von "Töntje" Wanders - "Zum Schwan"  - machte die Aufnahmen und über Willi  aus Freiburg kamen sie nach vielen, vielen Jahren wirder zurück nach Elten.

Etwas fällt bei dieser Melodie besonders auf. Die elektronische Orgel drängt sich in den Vordergrund. Das hat folgenden Grund: Werner Düffels der diese Orgel spielte, musste sein Orgelspiel immer selbst hören können. Deshalb erhöhte er dann auch die Lautstärke. Das ging, da jeder Instrumentalist, eine eigene Verstärkeranlage hatte. Das mit der Lautstärke änderte sich dann aber im Laufe des Abends.


aberdeen movie maker.wma

Es ist heut nicht mehr so einfach herauszuhören, um welches Musikstück es im einzelnen geht. Es gibt zwar noch einen Spielplan von einem Tanzabend, aber da ist die Schrift teilweise nicht zu entziffern. Darum verzichte ich auf Titel, es sei denn ich weiß es ganz genau. Geniessen sie auch so, soooooo alte Aufnahmen, mit einer - wie ich meine - ausgezeichneten Qualität und grosser Musikalität. Ob's nun die Sänger sind, Solisten oder der Schlagzeuger.

Es ist also doch zu glauben, dass unsere Band damals als wohl beste Beat Band vom Niderrhein bezeichnet wurde und bundesweit von 240 Beat Bands im Jahre 1968 den 7. Platz errang und dazu noch mit Jan Feyen den besten Bassisten Deutschlands! (Schulterklopfen!)


and i love her movie maker.wma


around and around movie maker.wma


don#t fight it movie maker.wma


come back movie maker.wma


to love somebody movie maker.wma


words movie maker.wma


gloria movie maker.wma


he jude movie maker.wma


hello josefine movie maker.wma


heloo i love you movie maker.wma


hold me closer movie maker.wma


i a long long time movie maker.wma


i can tell movie maker.wma


in the mood movie maker.wma


ju ju hand movie maker.wma


mighty quinn movie maker.wma


the last time movie maker.wma


Mit diesem Song verbindet sich eine besondere Geschichte. Bei der Vorentscheidung für den National Beat Cup der KJG, war dieser wohl ausschlaggebend für den Sieg und somit die Teilnahme an der Endausscheidung beim Deutschlandtreffen der KJG in Münster. Unser Fritz konnte diesen Song hervorragend singen und hat damit einen großen Teil zum Erfolg beigetragen. Anschliessend sehen Sie noch drei Bilder. Zum einen das Ankündigungsplakat der Vorentscheidung. Zweitens ein leider etwas sehr undeutliches Bild von der Sieger Band. Ich kann das original Foto nicht mehr wiederfinden. Das hier ist eine nicht allzugute Kopie aus der Zeitung, welche mir freundlicherweise zugeschickt wurde. Das letzte Bild zeigt einen Zeitungsbericht mit Bild. Das Bild wurde in unserem Übungskeller gemacht. Und der Keller gehörte zu unserem Elternhaus in  der Sonderwykstrasse in Elten.






shadows 5 movie maker.wma


shadows 3 movie maker.wma


shadows 4 movie maker.wma


shadows 6 movie maker.wma


shadows rise and fall movie maker.wma


Hier können Sie sich etliche Dokumente von den WILDYARDS als PDF-Dateien ansehen.


WY Teil 01.pdf


WY Teil 02 Beat Cup.pdf


Wildyards Docs 02.pdf


Wildyards Docs 03.pdf


Wildyards Docs 04.pdf

Letzter Auftritt der WILDYARDS im Frühjahr 1969. Nach 37 Jahren sahen wir uns alle wieder. Helmut hatte ich bis dahin nie wieder gesehen. (Der Rest der Story steht noch unter "Musik")

Es sind weitere Tonbandaufnahmen "aufgetaucht". Und zwar von einem Tanzabend am 27. 1o. 1968 im Hotel Wanders. Willi Wanders hatte mit seinem Tonband die Musik des Tanzabends aufgenommen. Diese Aufnahmen sind deutlich besser als meine, welche ich im Juni 1968 im Kolpinghaus aufnahm. Einige "Hörproben" finden Sie unter "Filme/Hörproben".


Gitarrenunterricht: Peter Derksen, Willi Wennekers, Heinz van den Broek.

Ende 1963 – Anfang 1964 begann ich damit, anderen nicht „die Flötentöne“, sondern das Spiel auf der Gitarre zu lehren.

Meine ersten Schüler waren Willi Wennekers, Peter Derksen und als „passiver/aktiver“ Zuschauer und Zuhörer Wilfried Weidner.


Einer der ersten Auftritte bei einem Elternabend der KJG am 24.1.1965 im Kolpinghaus Elten. Nachfolgend können Sie das Programm für diesen Abend sehen. Und vor allen Dingen können Sie lesen, welche Lieder wir damals spielten!




Nachdem dann die „Schüler“ sich die notwendigen Kenntnisse angeeignet hatten, kam die Frage: „ Wie können wir denn unser Können am besten zu Gehör bringen?“

Ja und dann begann etwas, wovon damals wohl keiner geträumt hatte!

Heute bezeichnet man so etwas mit „Erfolgsstory“, damals war  nicht abzusehen dass es ein großer Erfolg werden würde.  

Willi Wennekers, Peter Derksen und Heinz van den Broek gründeten die KJG - Beat – Band – THE WILDYARD GROUP -.


Sie sehen hier die "Endformation" unserer bekannten und beliebten Beatband v.li.n.re: Werner Düffels, Peter Derksen, Fritz van den Broek, Helmut Fink, Jan Feyen.

Unsere Band spielte live auf dem Eltener Markt zwecks Fernsehaufnahmen. Am 28.Juni 1968 war dieses dann im WDR zu sehen und zu hören..

Dazu erhielt ich einen Fernsehsendungsmitschnitt des WDR vom 28. Juni 1968.

Und warum wurde gerade unsere Band für einen Fernsehauftritt gefragt? Im weiteren Verlauf der "Story" werden Sie dieses erfahren.

Und – Jahre später kannte man diese Band in ganz Deutschland!



Hier sehen Sie die Mitteilung, welche Bands an der Endausscheidung beim Deutschlandtreffen der KJG in Münster 1968 teilnehmen durfte. Da konnten wir schon stolz sein! Den Namen so eines kleinen Dorfes zwischen all den großen Städten.

(Vom Unterzeichner dieses Briefes, Herrn Ernsperger, erhielt ich im Jahre 2006 Originaltonbänder vom Deutschlandtreffen der KJG 1968. Dort sind auch Tonmitschnitte der Endausscheidung des KJG National Beat Cup in der Halle Münsterlland zu hören.)


Der Bandname wurde von meinem Bruder Wim kreiert. Da wir im Keller meines Elternhauses probten, dieses in einem „Ortsteil“ Eltens steht, der „Wüsthoff“ genannt wird, entstand dann der Bergriff „WILDYARD“. Nicht schlecht – oder?

Zuerst wurde nur auf akustischen Gitarren gespielt. In erster Linie auf Elternabenden der örtlichen KJG oder im Familienkreise. Aber – der Ehrgeiz war geweckt!

Dann kauften wir uns die ersten E-Gitarren. Meine E-Gitarre hatte eine fürchterlich schöne Farbe: Himmelblau! Fragt mich bitte nicht, wie ich dazu kam, diese Farbe auszuwählen!



Heinz nicht mit Gitarre, sondern mit Mundharmonika. Begleitet den Song von den Bee Gees "Holliday".Tanzabend im Jugendheim Elten.

Da uns als Lehrlinge natürlich die nötige „Kohle“ fehlte, konnten noch keine Verstärker gekauft werden. Wir benutzen dafür ausgediente Radiogeräte. Zu der Zeit gab es noch die "qualitativ hochwertigen" Röhrengeräte.

Selbst in größeren Räumen erfüllten sie ihren Zweck. Es ist sicherlich heute nicht zu glauben, aber auch diverse Tanzveranstaltungen in Jugendheimen und im Saal des Kolpinghauses in Elten wurden auf diese Weise „beschallt“.

Die Entwicklung der Band ging dann weiter. Zu uns kam dann noch der Klavierspieler Werner Düffels. Aber, was ist ein Klavierspieler ohne Klavier? 

Wie schon erwähnt, probten wir im Keller meines Elternhauses. Das Haus wurde im Jahre 1915 von meinem Großvater Lambert erbaut und besitzt „Gewölbekeller“, welche für diese Zwecke gut geeignet sind. Akustiktechniker werden dieses bestätigen. 


Das Haus "Wüsthoff"



Der Probekeller war über eine enge Kellertreppe zu erreichen. Und auf diesem Weg musste nun ein Klavier hinuntergebracht werden. Kann sich jeder vorstellen, welche „Schufterei“ das war? Ein "tonnenschweres" Klavier runter zu schaffen?


Kellerabgang zum Probekeller.



Doch das Klavier war da und somit war die Band schon mit vier Instrumenten besetzt.

Es fehlte aber immer noch ein wesentlicher Bestandteil: Ein Schlagzeug musste her!

Dieses wurde dann von uns „zusammengesammelt“ und es versuchten einige Jugendliche den rechten Rhythmus zu finden. Gar nicht so einfach, einen begabten Schlagzeuger zu finden!

Bis letztendlich mein Bruder Fritz dazu kam. Und der sorgte dann für den richtigen "Takt"!

Er kaufte  dann auch die ersten Teile seines Schlagzeuges. Übrigens: Wesentliche Bestandteile dieses Schlagzeuges sind heute noch vorhanden.


Erstes Schlagzeug von Fritz.



Da auch Fritz kein Kind von halben Sachen ist, kaufte er dann auch noch eine – für damalige Verhältnisse – wahnsinnig teure Konzerttrommel (man spricht auch von Marschtrommel).

Nun waren wir also zu fünft. 

Der „Sound“ war aber immer noch nicht perfekt, denn – es fehlte die Bassgitarre. Keines der vorhandenen Instrumente konnte als Ersatz dienen. 

Es wurde wieder investiert - Dank der finanziellen Mithilfe von Mitgliedern unserer Familie - heute sagt man "Sponsoren" -   kauften wir uns eine Bassgitarre – den „Beatles – Bass“.

Kenner werden wissen, dass diese Bassgitarre genauso aussah, wie der von den „Beatles“.

Keiner von uns konnte eine Bassgitarre bespielen. Da nützt dann auch das beste Instrument nichts!

Peter und ich eigneten uns dann die ersten Spielkenntnisse an. Wechselten dann aber immer wieder vom Bass – zur Rhythmusgitarre, oder zur Sologitarre und sangen auch noch dabei.

Dann genügte uns das Klavier nicht mehr. 



Denn wer schleppt schon ein so "tonnenschweres" Gerät von Auftritt zu Auftritt?


Auch nicht zu den Tanzabenden in den Jugendheimen des ehemaligen Kreises Rees, oder nach Marl, oder zur Jugendburg Gemen, oder in die Niederrheinhalle Wesel, oder auf die Schiffe des Baldeneyssees, oder in die Halle Münsterland in Münster - oder wo wir uns auch immer sehr wohlfühlten - im Jugendheim in Elten an der Sonderwykstraße - oder letztendlich im Keller unseres Elternhauses! 



Ein Ausschnitt aus dem obigen Zeitungsbericht.



Ein Ausschnitt aus dem obigen Bericht.


Über dem Probekeller saßen unsere  Eltern und Geschwister, und unten "tobten" die "Wildyards"! Wir hatten schon sehr tollerante Eltern und Geschwister!


Warum nur spielten wir hauptsächlich in Jugendheimen?

Nun, über meine Arbeit in der KJG – meinem „Vereinslebenslauf“ ist zu entnehmen, dass ich ja nicht nur in Elten tätig war, sondern auch im KJG – Bezirk Rees und auf Diözesanebene. Da bekommt man dann schon viele Kontakte und kann diese dann auch „ausnutzen“.


Aber wir spielten auch des öfteren im Saal „Sluyter“ und „Hebben“ in Emmerich. Doch dazu später mehr.

Ich sprach das leidige Thema Bassgitarrenspieler an. Das wurde plötzlich akut.

Willi Wennekers verließ unsere Band und somit brauchten wir nun wirklich einen Bassgitarrenspieler, denn Peter und ich konnten den Verlust der Rhythmusgitarre die Willi spielte, nicht auch noch übernehmen.


Den Bassisten fanden wir dann in Emmerich.

Michael –genannt „Kääs“ – Kempkes wurde unser neuer Mann. Somit war dann unsere Band nach dem damaligen Verständnis komplett!

Nee, nee, nee, nicht komplett! Es fehlten uns noch etliche technische Geräte. Mit einem selbstgebastelten Verstärker, einer selbstgebastelten Lautsprecherbox und einigen Röhrenradios kann man keine „großen Sprünge“ machen.


Der "Erbauer" unseres ersten Verstärkers - Jan Feyen.


Damals wußte er noch nichts von seinem Glück, einmal Mitglied der "WILDYARDS" zu werden.

Trotzdem wurden die ersten Tanzveranstaltungen so „beschallt“. Und – alle Besucher hatten großen Spaß und tanzten wie toll!

Diese Tanzveranstaltungen hießen  zu der Zeit „KOLA“ – Abende. Nicht nach dem ähnlich klingendem Getränk, sondern es war die Abkürzung von „KOntra LAngeweile“. Es waren auch keine Abende. Begonnen wurde um 17.oo Uhr und Ende um 22.oo Uhr und keine Minute länger.

Der Alkohol war damals kein Thema, denn es gab nur Cola und Fanta zu trinken.

Heute nicht vorstellbar!

Für die notwendigen Anschaffungen suchten wir dann in unseren Familien „Sponsoren“. Diese „Förderer“ und „Darlehnsgeber“ ermöglichten uns, weitere Geräte anzuschaffen.

Und nun wurde das Klavier endgültig nicht mehr benötigt!


Unser Klavierspieler Werner konnte sich, mit der finanziellen Unterstützung seiner Eltern, eine neue elektronische Orgel anschaffen.  Das war ein „tolles Ding“. Steht übrigens noch hier bei uns im Keller, wie auch andere technische Geräte von „damals“. (Man trennt sich ja meist sehr selten von alten „Erinnerungsstücken“)

Ein Hinweis so zwischendurch: Ich habe noch sehr viele Dokumente, aber nur wenig Fotos aus dieser Zeit. Diese kann ich nicht alle in diesem Text einfügen. Sie sind deshalb am Anfang dieser "Story" als PDF-Dateien einzusehen.

Nun waren wir also gut „Bestückt“ und es konnte „Geld verdient“ werden! Wie viel das zum Beispiel war, entnehmen Sie bitte dem folgenden Vertrag mit der KJG Elten.


Musizier - Vertrag mit der KJG Elten

Um ehrlich zu sein, war uns das Geld damals nicht so wichtig. Wichtiger war die Freude am musizieren und zu sehen, wie andere sich an unserer Musik erfreuten.

So tingelten wir also von Veranstaltung zu Veranstaltung. Bis das dann der wirklich große „Durchbruch“ kam.

Damals hatten wir auch schon einen „Hoffrisör“, der uns vor jeder Veranstaltung „schick“ machte. Es war Willi Schwan aus Emmerich. Selbst Willi schwelgt heute noch in Erinnerungen, wenn das Thema „THE WILDYARD GROUP“ zu Sprache kommt.

Im schon erwähnten Saal „Sluyter“ in Emmerich, spielten in den 6oiger Jahren immer Live – Bands. ‚Ne Disco war damals noch unbekannt. Und der Saal „Sluyter“ war am unteren Niederrhein sehr bekannt.

Dort wurde dann im Frühjahr des Jahres 1967 ein „Beatfestival“ durchgeführt. Ich meine es nahmen 7 oder 8 Bands daran teil. Man höre und staune: Wir setzten uns alle beste Band durch und wurden Erster!

Ausschlagend war der damals sehr bekannte Song von den Tremeloes „Even the bad time are good“. Unsere „Cover Version“ war überzeugend!

Das hatte dann auch schöne Folgen. Unter anderem spielten bei „Sluyter“ auch „THE RATTLES“. Immer noch eine bekannte deutsche Beatband.

Wie auch heute noch, spielt vor eine „Profiband“ immer eine oder mehrere „Vorbands“. Beim Auftritt von den RATTLES waren wir dann die „Vorband“ und ernteten ein dickes Lob von den Musikern dieser Band.

Das haben wir uns dann schriftlich geben lassen. Siehe nachfolgendem Dokument.


"Anerkennung" von den RATTLES, 8. Dezember 1968

Wieder „tingelten“  wir durch die „Lande“.

Zu der Zeit spielten wir Songs und Musikstücken von allen möglichen Stars. Dem damaligen Trend folgend, meist mit englischen Texten. Auch die instrumentalen Stücke von den „Shadows“ spielten wir gerne.


Ein "Schmusefox" von den SHADOWS!

„Leadsänger“ wurde dann so nach und nach unser Schlagzeuger, mein Bruder Fritz. Er konnte besonders gut die Stimmlagen der „Stones“ und der „Bee Gees“ nachahmen und auch singen.

„Baby come back“ war zu der Zeit einer der bekanntesten Hits. Somit auch in unserem Programm und war bei den Jugendlichen sehr beliebt. Sogar so beliebt, dass man uns bei einer Veranstaltung mit dem Stilett aufforderte, diesen Song noch mal zu spielen. Da wurde es uns aber ein wenig mulmig!

Und dann veränderte sich was in unserer Band!

Unser „Bass – Mann“ Michael hörte zu unserem Leidwesen auf. Ich folgte ihm auf dem Fuße! Nicht weil es ihm oder mir keinen Spaß mehr machte, nein es fehlte uns beiden einfach die nötige Zeit zum musizieren.

Bei mir war es so, dass ich mich noch stärker in der Jugendarbeit engagierte und mein beruflicher Job immer stressiger wurde.

Aber ich blieb dann bei der Band als „Manager“! Dabei waren dann meine guten Kontakte zu den verschiedensten Vereinen, für unsere Band sehr vorteilhaft.

Nun fehlten zwei Musiker. Was tun?

Damals gab es den Begriff „feindliche Übernahme“ noch nicht. Aber wir haben’s schon damals praktiziert!

Und zwar so:

In Emmerich gab es eine Band, die nannte sich „Les Chapeaux“. (Zu dieser Band gab es im Jahre 2005 mehrere Zeitungsberichte, da Udo Lindenberg eine zeitlang Schlagzeuger dieser Band war. Den Tipp für diese Berichterstattung bekam die Zeitung damals von mir. Im Nachhinein sage ich leider! Denn ein Dankeschön dieser Zeitung habe ich dazu nie gehört).

Diese Band war im Aldegundisheim in Emmerich zu Hause und spielte dort auch des öfteren.

Fußballbegeisterte von Ihnen wissen, das sich die bekannten Clubs bei der Talentsuche gewisser „Scouts“ bedienen. Wir hatten so etwas damals noch nicht und machten uns selbst auf Talentsuche. Stießen dabei auf zwei Spieler der oben genannten Band, Helmut Fink und Jan Feyen. Der erste ein exzellenter Sologitarrist und zweiter ein „begnadeter“ Bassgitarrist.

Und was wir einmal im „Griff“ hatten, ließen wir nicht mehr los und somit hatten wir zwei neue Mitspieler, Helmut und Jan!


Von rechts nach links: Die "Neuen" Jan Feyen und Helmut Fink

Das war Ende 1967 und das Jahr 1968 sollte für unsere Band ein wirklich besonderes Jahr werden!

Nun erwähnte ich bereits, das die technische Ausrüstung unserer Band fast komplett war. Dafür brauchten wir dann für unsere „Überlandtouren“ den entsprechenden Fuhrpark. Aber wer hatte damals schon ein eigenes Auto? Fast keiner.

Deshalb kauften wir uns am 23.Januar 1968 unseren „Bandwagen“.


Es war ein DKW 1000 Kombi und kostete DM 100,--! Er hat uns dann bis zu seinem „Überleben“ viele gute Dienste erwiesen – und der war schnell! Vollgeladen machte der noch locker seine 130 Sachen!


Unser Bandwagen - das gute Stück!

Ja, und das Jahr 1968 begann eigentlich schon 1967. Da kamen dann die ersten Informationen für den „National Beat Cup der KJG“.

Vom 1. bis zum 3. Juni 1968 sollte in Münster das große Deutschlandtreffen der KJG stattfinden. In dem Zusammenhang wurde deutschlandweit ein Beat Cup Wettbewerb ausgeschrieben. Und dazu musste man sich dann auch Ende 1967 anmelden.

Haben wir dann als eigentliche KJG – Band auch getan und mussten zur regionalen Vorentscheidung  am 5. Mai 1968 in die Niederrheinhalle von Wesel kommen.


Auf dem Plakat  ist zu sehen, wer an der regionalen Vorentscheidung teilnahm.


Wir gewannen die Vorentscheidung und waren somit im Juni in Münster „mit dabei“!

Ich sage mal einfach den Gewinn besorgte eine 1ooo%ig aufgelegte Wildyard Group.

Und ein exzellent gesungener Song der Bee Gees „Words“ von Fritz!

So fuhren wir und unser Schlagzeug – Fritz hatte sein Schlagzeug allen Bands der Endausscheidung zur Verfügung gestellt – nach Münster! Doch das Schlagzeug, von mir in meinem VW Käfer transportiert, wäre fast nicht in Münster angekommen, da mein Auto kurz vor Münster „den Geist“ aufgab!

Es war dann nur ein kleiner Schaden, der von mir selbst behoben werden konnte und das Schlagzeug und ich kamen wohlbehalten in Münster an.

Ja, ja die Endausscheidung hatte es in sich!

Unsere Jungs hatten dafür geübt bis zu Umfallen! Eines der schwersten Songs der „Beatles“ „Yes it is“ sollte den Sieg bringen. Leider veränderte sich zu dem Zeitpunkt die Musikrichtung und der „Soul“ war schwer im Kommen. Viele teilnehmende Bands hatten dann in ihrer Bandbesetzung Saxophone.

Und dieser neue Musikstil beeindruckte die anwesenden Jugendlichen und auch die Juroren sehr.

Aber wir konnten trotzdem nicht klagen. Unsere Band erreichte den 7 Platz (von deutschlandweit 240 teilnehmenden Bands) und unser Bassist Jan wurde zum besten Bassisten Deutschlands gekürt! Das war doch ein wirklich tolles Ergebnis und ein tolles Erlebnis war das Ganze ohne Zweifel. Die Mühen hatten sich gelohnt.



Die Zahlen besagen die Wertung der Juroren. Und zwar die Platzierung.



Die "Missfallenskundgebungen" sind auch auf den Tonbänder zu hören, die mir der damalige Bundesreferent freundlicherweise im Jahr 2006 zuschickte.

Ein Ausschnitt aus dem Extrablatt zum Deutschlandtreffen der KJG 1968. Ein Exemplar in kopierter Form bekam ich freundlicherweise in den letzten Tagen von der KJG Bundestelle. Da kopiert, ist es schwer scannbar.



„Wie war dass doch mit dem Fernsehauftritt der Wildyards im Juni 1968?“


Ja, das war auch so eine Sache!


Der WDR wollte über den "Kurort" Hochelten einen Bericht senden. Darin sollten alle Vorzüge von Hochelten dargestellt werden. In diesem Bericht sollte auch ein musikalischer Teil eingebettet sein. In etwa "als musikalisches Begrüßungskomitee", wie die Moderatorin Gisela Marx es später in dem Bericht ausspricht.


Aber wieso sollte gerade unsere Band dabei sein?


Gisela Marx und ihr Kameramann, waren mit meiner damaligen Chefin, Frau Annelie Hellwig befreundet. Ich habe das Bild noch heute vor Augen: Da "stiefelt" doch glatt Gisela Marx (auch damals schon eine bekannte Moderatorin) und ihr Kameramann an meinem Büro vorbei ins Büro von Frau Hellwig. Da hattte dann Frau Marx das Thema musikalischer Bestandteil angesprochen und meine Chefin nicht ohne, dachte sofort an mich. Sofort wurde alles perfekt gemacht und die "Show" konnte beginnen!


Und das war vielleicht eine Show!


Die vom WDR waren wirklich hartnäckig. Zuerst wollten sie wissen was wir spielen wollten.


"Migthy Quinn" wurde genehmigt. Bevor es dann zu den Fernsehaufnahmen kam  wurde geprobt, geprobt und noch mal geprobt! Aber, keiner von uns wußte vorher wielange unsere Band bei den Live-Aufnahemn musizieren mußte.


"Mighty Quinn" gespielt von der Wildyard Group. Es handelt sich hierbei um eine Originalaufnahme vom 27.1o.1968. Willi Wanders hat die Musikstücke bei einem Tanzabend im Hotel Wanders mit seinem Tonbandgerät aufgenommen. Dieses Tonband tauchte nun nach fast vierzig Jahren wieder auf.


Aber das war uns im Grunde auch egal, denn wir kamen ja ins Fernsehen!


Und dann kam der Tag der Aufnahme. Auf dem Eltener Markt sollte das alles stattfinden. Also wurde dort unsere komplette Anlage aufgebaut. Und die Aufnahmen begannen. Wie oft das ganze wiederholt wurde weiß ich nicht mehr.


Auf jeden Fall waren am 28. Juni 1968 THE WILDYARD GROUP im WDR zu sehen.


War schon für alle ein tolles Gefühl!


Und zu unserem Klassentreffen im Mai 2006 hatte ich dann einen Video - Mitschnitt vom WDR besorgt. Und alle Bandmitglieder bekamen an dem Tag auch mehrere CD's und DVD's auf denen viele Dokumente und Fotos und auch der Fernsehmitschnitt gespeichert sind.



Hier sehen Sie die Vorder - und Rückseite der DVD/CD - Kassette zum Klassentreffen

Und bei Erstellung hat mir dann wirklich sehr hilfreich Manfred Angenendt mit seinem Wissen und Können zur Seite gestanden.


Denn, auch Tonbandaufnahmen von einem Tanzabend im Jahr 1968 existieren noch. In meinem Keller "schlummerte" seit Jahren dieses Tonband. Nachdem ich dann nach langem Suchen ein intaktes Abspielgerät gefunden hatte, konnte alle 23 Musikstücke auf eine CD gespeichert werden. Aber nicht so ohne weiteres. Nein, Manfred hatte die Songs und Musikstücke vorher noch digital bearbeitet. Ich weiß noch, das wir beide für 7 bearbeitete Songs 5 Stunden brauchten. Es hat sich aber gelohnt!


Glücklicherweise habe ich die Tonbandaufnahmen 1968 mit einer hohen Geschwindigkeit gemacht und das Tonband lagerte in unserem Keller und war somit keinen großen Temparaturschwankungen ausgesetzt.


Hier geht es weiter mit unserem "KLASSENTREFFEN" im Mai 2006.Nach 37 Jahren trafen wir uns alle wieder!


Hier sieht man Helmut Fink Anno 2006. Spielte damals und heute die Sologitarre.


Da Helmut selbst Fotos beim "Klassentreffen" machte, mußte ich dieses Bild "borgen" Die weiteren Bilder sind von Helmut.


v.li.n.re.: Jan Feyen, Werner Düffels, Heinz van den Broek


Bassist Jan Feyen und Organist Werner Düffels.


Jan Feyen, 1968 bester Bassist Deutschlands!


Werner Düffels "liebte" seine Orgel!


Links Fritz und rechts Heinz van den Broek. Fritz Schlagzeuger und Heinz bis Ende 1967 Gitarrist und danach "Manager"!


Peter Derksen, Gitarrist.

Wird fortgesetzt.


 
Top